Der Ideen-Raum

Vielleicht hast du schon vom MIT-Professor Bill Aulet gehört, der jährlich hunderte Startups und Gründer*innen betreut und ihre Ideenentwicklung anleitet? In seinem sehr guten (allerdings auch sehr tiefgehenden…) Buch „Disciplined Entrepreneurship“ beschreibt er, wie besonders ehrgeizige Gründer*innen mit besonders innovativem Anspruch die Wände ganzer Räume mit Ideenskizzen vollhängen. Erst wenn sie diesen „Steinbruch“ geschaffen haben, machen sie sich auf den Weg, über Interviews mit Zielkunden und anderen Methoden zu prüfen, welche Idee das größte Potential hat. Den Spirit finden wir genau richtig. Mehr zu Bill Aulet erfährst du auch online unter https://www.d-eship.com/

Bill Aulet hat insgesamt 24 Steps entwickelt für alle Phasen von der Ideenentwicklung bis Umsetzung. Wir wollen nun eine herausgreifen, die dich in der Phase unterstützt, die sich unmittelbar an die Ideenfindung anschließt. 

Insbesondere wenn du innovative und „radikal neue“ Ideen entwickelst, besteht das Risiko, dass du den Markt für die Idee zu optimistisch einschätzt. Daher ist es wichtig, dass du deine Ideen gründlich prüfst.

Einen Ideen-Raum schaffen – Mehr ist mehr…

Damit du nicht den Überblick über die Fülle deiner Ideen verlierst und auch schon die Umsetzbarkeit anfängst mitdenken zu können, empfiehlt Bill Aulet, einen „Raum der Ideen“ zu schaffen, also einen Ort, an dem du deine Ideen sammelst und systematisch weiter bearbeitest. Dieser kann ein physischer Ort sein (zum Beispiel eine Pinnwand oder tatsächlich ein ganzer Raum) oder ein digitaler Ort. Hier dokumentierst du an den Wänden auch die Ergebnisse der Interviews mit ersten Kunden – sogenannten Customer Insights. 

Hörempfehlung: Du möchtest einmal mit dabei sein, wenn jemand den Ideen-Raum von Bill Aulet durchdenkt und praktisch anwendet? Dann hör dir diese Ideencouch Folge unbedingt an. Denn Jan geht gemeinsam mit Sebastian Deol, dem Gründer der App Zpeeky, genau dieses Thema an. Die App hat zum Ziel, die Kommunikationsfähigkeit von Arbeitnehmer*innen zu verbessern und geht dabei auf die Ausganssituation und Bedürfnisse der Lernenden ein.

Hör rein und lass dich inspirieren!

Hier geht's zur Folge

Das ist dir zu aufwändig? Du hast keinen leeren Raum oder liebst es, alles digital zu sortieren. Kein Problem – schaffe dir ein digitales Cockpit:

Mit einem (digitalen) Ideen-Cockpit den Überblick behalten

Ein digitales Ideencockpit, in das du deine Geschäftsideen in einer immer gleichen Struktur dokumentierst, kann die helfen, überall deine Ideen den Überblick zu behalten und an ihnen weiterzuarbeiten. Hier kann dir wieder die Gründerplattform helfen: 

Hier geht's zum interaktiven Ideensammler, auf den du nach einer kurzen Registrierung kostenfrei zugreifen kannst.

Und jetzt geht die Geschäftsideen-Arbeit erst richtig los…

Schau dir im nächsten Schritt deine Ideen aus deinem „Steinbruch“ an: Auf welche Idee hast du so richtig Lust? Bei welcher springt dein Kopfkino an? Bei welcher sagen Kopf UND Herz laut „ja“? Und was „sagt“ dein Portemonnaie? Siehst du Potenzial, um mit der Geschäftsidee deinen Lebensunterhalt verdienen zu können?

Wenn du bei einer Idee eine leichte Skepsis empfindest, sortiere sie aus. Falls du in der ersten Runde alle Ideen verwirfst, lass dich nicht entmutigen. Deine Idee wird kommen. Und: Prüfe deine Ideen ruhig mehrfach – nach einer Woche, nach einem Monat usw. Dein Ziel ist, eine Geschäftsidee zu finden, auf die du richtig Lust hast. Du möchtest dir ein Unternehmen aufbauen, in dem und an dem du die nächsten Jahre täglich arbeitest. Und das mit Spaß und Elan. Natürlich wird es auch mal unspaßige Zeiten geben, doch wenn du eine Vision vor die hast, die du mit Leidenschaft verfolgst, sind Stolpersteine deutlich leichter zu überwinden.

Gehe also mit deinen Ideen hart ins Gericht. Diese schonungslose Prüfung hat zur Folge, dass du deine Ideen verfeinerst, ungeahnte Potenziale entdeckst und vielleicht sogar auf noch tollere, lukrativere und zu dir noch viel besser passende Geschäftsideen kommst. 

Eine Methode bzw. ein Tool, das dich dabei unterstützt, aus deiner Geschäftsidee ein Geschäftsmodell zu entwickeln, ist die Business Model Canvas. Auf der Gründerplattform findest du sie als Erweiterung des obigen Ideen-Cockpits als ein interaktives Geschäftsmodell-Tool, das dich durch die Methode leitet. 

Feedback zur Geschäftsidee einholen

Nutze das Tool für dich und/oder teile dein Geschäftsmodell mit dem LaborX Hamburg-Team. Du möchtest noch mehr Feedback zu deiner Geschäftsidee haben? Dann präsentiere deine Idee der engagierten LaborX Hamburg-Community und nutze die Schwarmintelligenz. Wie das geht?

Stell deine Geschäftsidee beim nächsten LaborX Hamburg vor!

Hole dir Feedback und Anregungen zu deiner Idee – von anderen Gründer*innen, von potentiellen Kunden und von interessierten Investoren.

Das LaborX Hamburg ist eine gute Möglichkeit, dir Feedback zu deiner Geschäftsidee einzuholen und einen ersten Markttest für deine Idee durchzuführen. Je risikoreicher eine Idee ist – wir erinnern uns kurz an die Ideentreppe – desto stärker solltest du deine Idee testen. Auf diesen wichtigen Schritt zu deiner Gründung werden wir mit einem weiteren Text eingehen. 

Wenn du dich schon jetzt mit dem richtigen Testen von Geschäftsideen beschäftigen möchtest, empfehlen wir dir diese drei Folgen unseres Podcasts Ideencouch:

#10 - Wie teste ich mein Produkt richtig? Und wie bewerte ich Kunden-Feedback?

Hier geht's zur Folge

#9 - Lässt sich aus einer Produktidee eine Bewegung machen? [Gast: Dominik Eggert, Better by Less]

Hier geht's zur Folge

#6 - Wie positioniere, skaliere und finanziere ich (m)eine Produktinnovation? [Gäste: Lena Busch und Saskia Detering, tvey]

Hier geht's zur Folge
bhp